Stadt- und Kulturring Neuffen e.V.

VEREIN ZUR FÖRDERUNG VON HANDEL UND GEWERBE - FREMDENVERKEHR - KULTUR - STADTMUSEUM

 

 

  Willkommen beim historischen Stadtrundgang durch Neuffen.

 

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Historischer Stadtrundgang

Ein kurzer Weg durch die lange Neuffener Geschichte

 

stadtrundgang transparent

 

 

 


 

1 - Evangelische Martinskirche

Nr. 1 Evang. Martinskirche

 

6. / 7. Jahrhundert

An dieser Stelle wird unter den Franken ein Holzkirchlein errichtet.

um 1100

Aus Stein entsteht eine romanische Kirche, auch als Grablege für die hochadeligen Herren von Neuffen.

um 1350

Der spätgotische Neubau erfolgt unter dem reichsstädtischen Einfluß Esslingens.

1536

Durch die Reformation wird das Kircheninnere seines Schmuckes beraubt; zahlreiche Altäre verschwinden.

1634

Beim großen Stadtbrand werden Kirchenschiff und Turm stark beschädigt, nur Chorgewölbe und Ölberg bleiben erhalten.

1634 - 1650

Es erfolgt ein notdürftiger Wiederaufbau.

1932

Bei der grundlegenden Renovierung wird der Innenraum beispielhaft neugestaltet.

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2 - Großer Fruchtkasten  

Nr. 2 Großer Fruchtkasten

 

Der Große Fruchtkasten dient zur Lagerung des für die Herrschaft bestimmten Großen Zehnts, mit großem Gewölbekeller.

1654

Nach dem großen Stadtbrand wird der Kasten bald wieder errichtet.

Angebaut ist das Bindhaus zur Aufbewahrung der geeichten Maße und Gewichte.

Wo vor uns die Garagen im Graben stehen, befand sich der Stadtgraben (8 bis 10 m breit und bis zu 6 m tief), der bei Gefahr geflutet werden konnte.

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F – Froschbrünnele  

F Froschbrünnele

 

Seit 2005

steht in der Anlage an der Burgstraße wieder das "Froschbrünnele", das seit den 20er Jahren (um 1925) ein paar Meter weiter oberhalb sein Wasser sprudeln ließ.

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3 - Evangelisches Pfarrhaus

Nr. 3 Pfarrhaus

 

nach 1634

Das heute evangelische Pfarrhaus wurde auf den Fundamenten eines wesentlich älteren katholischen Vorgängerbaues errichtet. Beleg dafür ist der Gewölbekeller. Der Eingang stammt aus der Renaissancezeit.

Zusammen mit Kirche, Friedhof, Lateinschule, Kelter, Fruchtkasten, Marktplatz und Rathaus befand sich hier das Zentrum des damaligen Ortes.

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4 - Ehemalige Lateinschule

 

 

Nr. 4 Lateinschule

 

1446

Eine der ersten Lateinschulen in der Gegend; bleibt auch nach der Reformation in kirchlichem Besitz.

1536

Erste "Teutsche Schule" in Raum- und Personalunion.

seit 1953

in privatem Besitz. Bemerkenswert der außenliegende Treppenaufgang.

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5 - Ölberg (Westseite Martinskiche) 

 

Nr. 5 Ölberg

 

1504

Gestiftet vom Neuffener Weingärtner Aberlin Schech (Albert Schaich), der am linken Rand verewigt ist. Beachtlich die realistische Darstellung der 17 Personen und der einheimischen Flora und Fauna.

2003

Wurde mehrmals restauriert, zuletzt im Sommer 2003.

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6 - Rathaus

Nr. 6 Rathaus

 

Im Mittelalter zentraler Platz unter den Arkaden als Gerichts- und Marktort mit Marktbrunnen.

Im 1. Stock Halle für Versammlungen und Feste (z. B. Hochzeiten). Im 2. Stock die Kanzlei des Schultheißen und auch der Stadtpflege. Auf den 3 weiteren Etagen Lager- und Trockenplatz für Getreide und Feldfrüchte.

1634

im 30jährigen Krieg beim großen Stadtbrand völlig zerstört.

1657

Der Wiederaufbau beginnt wegen Geldmangels nur sehr zögerlich.

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7 - Fachwerkhaus 

Nr. 7 Fachwerkhaus

 

18. Jahrhundert

Stattliches Bürgerhaus aus dem 18. Jahrhundert. Man beachte das Zierfachwerk.

bis 1980

Das Gebäude wurde lange als Wohnhaus mit landwirtschaftlichem Anwesen (als Stall mit Scheune) genutzt.

1984

erfolgt ein privater Umbau.

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8 - Marktplatz mit Marktbrunnen

Nr. 8 Marktbrunnen1731

in der heutigen Form an Stelle eines Vorgängers erbaut, steht der Brunnen auf der zu einem kleinen Marktplatz erweiterten Hauptstraße. Markt- und Lindenbrunnen wurden über Holzdeicheln mit Wasser von Quellen am Abhang des Hohenneuffen gespeist.

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9 - Fachwerkhaus

Nr. 9 Fachwerkhaus1668

nach dem Stadtbrand an der Stadtmauer als stattliches Bürgerhaus wiederaufgebaut. Gleich oberhalb des Hauses war der Standort des Oberen Tores, Weg zu dem außerhalb der Stadtmauern gelegenen Ortsteil Uffhofen mit der oberen Mühle und auf die Felder.

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10 - Stadtmauer mit Wehrgang 

Nr. 10 Stadtmauer mit Wehrgang

 

erbaut um 1230, abgebr. um 1840

Stadtmauer mit heute noch sichtbarem Wehrgang, setzte sich innerhalb der Häuser um die ganze Stadt fort, ist in kurzen Teilen noch an anderen Stellen vorhanden.

Der einzige Stadtturm ("Diebsturm") in der Mauerecke diente zum Schutz der Stadtmühle und des Wasserteilers der Steinach (zum Fluten des Stadtgrabens).

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11 - Schule 

 

Nr. 11 Schule

 

Erstes Schulhaus außerhalb der Stadtmauern (mit Lehrschwimmbecken und Wannenbädern); einst Volks- und Realschule, heute Grundschule.

Das Backsteingebäude an der Straße war eine Seifensiederei, welche zur Turnhalle umgebaut wurde und heute noch benützt wird.

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SW - Ehemalige Schafwäsche

SW SchafwäscheHier befand sich eine gut frequentierte Schafwäsche, da das Wasser des Baches hier immer etwas wärmer war als anderswo.

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12 – Ludwigstörle

Nr. 12 Ludwigstörle1937

Das Tor wird vom namengebenden Maurer Ludwig Kolb aus Neuffen als Verbindung zur neuen Schule und zum neuen Wohngebiet aus der Stadtmauer gebrochen.

Links davor die Zwingermauer, die zusammen mit Graben und Stadtmauer einst die Stadt umschloß.

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13 - Großes oder Schillingsches Haus

Nr. 13 Großes oder Schillingsches Haus

1364

Neubau des Großen Hauses als befestigter Freisitz auf der Stadtmauer. Benannt nach der Familie Schilling von Can(n)statt.

1595

Umbau mit Fachwerkaufsatz und ockerfarbener Bemalung.

1634

Dieses Gebäude übersteht die Brandschatzung im 30-jährigen Krieg.

1707

Erneuter Umbau mit ursprünglicher Farbgebung.

1983 - 1986

Grundlegende Restaurierung durch die Stadt Neuffen. Nutzung als Stadtbücherei und Stadtmuseum sowie für kleinere kulturelle Veranstaltungen.

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14 - Melchior-Jäger-Haus

Nr. 14 Melchior-Jäger-Haus

1544

Bauherr: Melchior Jäger *1544 †1611, als Sohn eines Neuffener Vogts geboren, 1582 geadelt, als Geheimer Rat mit sehr großem Einfluß auf Herzog Ludwig von Württemberg. (s. Nr. 21) 1590

erbaut als adeliges Freigut mit Remisen und Brunnen; zuvor war hier der Amtssitz des Vogtes.

1745

Einrichtung von Amt und Kameralamt (bis 1935).

1953

Erwerb durch die Stadt Neuffen; besitzt Stuckdecken und z.T. freigelegte barocke Wandmalereien.

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15 - Haus auf der Mauer

Nr. 15 Haus auf der Mauer

um 1700

Typisches Bürgerhaus an der Stadtmauer mit außenliegendem Treppenaufgang.

1985

von Privat restauriert. Man beachte die numerierten alten Balken und die holzvergitterten Fenster!

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16 - Stadtmauer mit Unterem Tor 

Nr. 16 Stadtmauer mit unterem Torum 1230

Bis 8 m hohe Stadtmauer mit überkragendem Wehrgang. Standort des Unteren Tores mit Torturm und Wachtstube im Obergeschoß. Verbindung zum Ortsteil Niederhofen mit mittlerer und unterer Mühle und Friedhof (seit 1543) sowie zu dem alten Weg nach Kohlberg bzw. Dettingen und später nach Nürtingen.

um 1840

Aus Platzgründen Zuschüttung der Stadtgräben und Abbruch der 3 Stadttore.

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17 - Lindenbrunnen

Nr. 17 Lindenbrunnen1731

wird auf dem damals noch überbauten Lindenplatz vor dem Unteren Tor dieser Brunnen gebaut.

1895

Er dient bis zum Bau der Wasserleitung zur Wasserversorgung der Bevölkerung und des Viehs.

Zahlreiche alte Bürgerhäuser befinden sich rechts in der Hauptstraße.

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DO – Deutsches Ordenmuseum 

DO Deutsches Ordenmuseum1990

Deutsches Ordenmuseum von privat eingerichtet im Unteren Graben 26. Ganzjährig geöffnet jeden 1. und 3. Sonntag im Monat von 11.00 bis17.00 Uhr und nach Vereinbarung unter Telefon (07025) 3965.

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18 - Wappen der Herren von Neuffen

Nr. 18 Wappen der Herren von NeuffenUnter Berthold von Neuffen erhält der Ort die Stadtrechte durch Heinrich (VII.), den Sohn von Kaiser Friedrich II.

Das Wappen zeigt 3 übereinander liegende Hifthörner; silber auf blauem Grund und später schwarz auf goldenem (= gelbem) Grund.

Deshalb sind die Neuffener Stadtfarben heute noch gelb und schwarz.

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19 - Bahnhof Neuffen

Nr. 19 Bahnhof

 

1900

im Jugendstil erbaut. Die »Tälesbahn« zwischen Nürtingen und Neuffen wird als erste Bahn der privaten Württ. Eisenbahngesellschaft (WEG) gebaut; Streckenlänge: 8,9 km, Höhendifferenz: 111 m.

Über 70 Jahre lang wird das Kalkgestein vom Steinbruch "Hörnle" per Seilbahn und in den Steinwaggons der "Tälesbahn" nach Nürtingen ins Zementwerk transportiert.

Heute fahren auf der Strecke die modernen "Regio-Shuttles" der WEG und das alte "Sofazügle" der Gesellschaft zur Erhaltung von Schienenfahrzeugen (GES).

Der Brunnen der kleinen Grünanlage wird zur Einweihung der Eisenbahnstrecke gebaut.

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20-1 - Ehem. Kupferschmiede

Nr. 20-2 Ehem. Kupferschmiede17. Jahrhundert

Großzügiges Fachwerkhaus, in dem sich eine Kupferschmiede befand.

ab 1898

im Besitz der Band- und Gurtenweberei Gutmann & Marx, die in Deutschland nahezu konkurrenzlos war. Zusammen mit dem benachbarten Fachwerkhaus heute ein schön restauriertes Ensemble am Lindenplatz, dem ehem. Ortseingang.

 

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Nr. 20-2 Ehem. Zehntscheuer


Nr. 20-1 Ehem. Zehntscheuer


um 1800

wird dieses Haus wird als städtische Zehntscheune erbaut, bald danach zum Wohnhaus umgebaut.

1896, 1921

Das zunächst angemietete Haus wird von der jüdischen Familie Marx erworben, damit die gesamte Produktion von Cannstatt nach Neuffen verlegt werden kann.

1938

Die Firma wird arisiert und heißt nun bis zur Schließung zum Jahresende 1977 C. J. Schickhardt. Die Familie Marx flüchtet in die Schweiz und in die USA.

1998

von Privat eindrucksvoll restauriert, ein Blickpunkt am Lindenplatz!



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21 - Vogthaus

Nr. 21 Vogthaus1544

wird Melchior Jäger (der spätere Geheime Rat unter Herzog Ludwig – vgl. Nr.14) als Sohn eines Vogtes in diesem auf die Stadtmauer gebauten stattlichen Haus geboren.

ab 1590

Der landesherrliche Vogt hat hier seinen Amtssitz.

1807

Danach Notariat und

ab 1834

Lehrerwohnung. Heute städtische Wohnungen.

Der Bereich rechts davon ist noch vom Stadtbrand gezeichnet: er wurde nicht mehr vollständig überbaut.

bis ca. 1980

Bis vor knapp 30 Jahren befanden sich hier Milchsammelstelle und Konsum.

nach 2012

Der letzte Teil der Stadtkernsanierung befaßt sich mit dem „Hirschpost-Areal", auf dem in den nächsten Jahren eine neue Bebauung im Ortszentrum entstehen soll.

Links führte früher die Stadtmauer durch, so daß es an dieser Stelle wahrscheinlich nur eine kleine Pforte gab.

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22 - Kirchliches Pfründhaus

Nr. 22 Kirchliches PfründhausDient zur Einlagerung des Kirchenzehnts aus den verschiedenen Pfründen,

1586 - 1826

als evang. Dekanat und Sitz des Spezialsuperintendenten ("Special"). Das Erdgeschoß ist aus der Zeit vor dem großen Stadtbrand. Ein vergittertes Doppelfenster mit Tellerscheibenverglasung wird auf das Jahr 1667 datiert.

seit 2005

in städtischem Besitz, nach aufwendiger Restaurierung Sitz des Notariats.

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GD - Denkmal von Gottfried von Neuffen

GD Gottfried-Denkmal2006

wurde es vom Stadt- und Kulturring Neuffen zu Ehren von Gottfried von Neuffen, dem größtem und bekanntesten Sohn Neuffens, gestiftet.

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M - Marktscheune

M Marktscheune + WC

2006

Gleich neben dem alten Dekanat steht die anstelle der alten Scheuer neuerbaute Marktscheune. Sie befriedigt gleich ein doppeltes öffentliches Bedürfnis, indem sie den samstäglichen Erzeugermarkt beherbergt und das täglich zugängliche öffentliche WC.

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23 - Kleiner Fruchtkasten 

Nr. 23 Kleiner FruchtkastenGenannt auch das "Bindersche Haus".

um 1685

Nach dem 30-jährigen Krieg auf dem Erdgeschoß aus der Zeit der Renaissance aufgebaut; dient der geistlichen Verwaltung ebenfalls zur Aufbewahrung des Kirchenzehnts.

bis 1930

Wohnsitz des damaligen Distriktarztes Dr. Binder.

ab 1953

Kauf, Renovierung, Freilegung des Fachwerks und Nutzung durch die Weingärtner-Genossenschaft Hohenneuffen-Teck mit schönem Gewölbekeller (und 3 großen Fässern), der für Weinproben genutzt werden kann.

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24 - Deutsche Schule

Nr. 24 Deutsche SchuleEinst herrschaftliche Zehntscheuer;

ab 1714

Schule nur für Mädchen, danach auch für Buben; stattlicher Gewölbekeller.

seit 19xx, renoviert 2010

städtischer Kindergarten Kelterplatz.

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25 - Stadtkelter

Nr. 25 KelterDer Weinbau ist in Neuffen urkundlich seit fast 1000 Jahren nachgewiesen. Es gab in Neuffen einmal bis zu vier Keltern.

um 1750

Die ebenfalls im 30-jährigen Krieg zerstörte große Kelter ersteht mit 2 Kelterbäumen durch den Fürstlichen Hofbaumeister Johann Adam Groß neu.

1957

Sie wird durch die Weingärtnergenossenschaft von der Stadt gepachtet und 1960 umgebaut. Mehrere Jahre befand sich davor die öffentliche Viehwaage.

Nachdem Neuffen einmal bis zu 70 ha Rebflächen hatte, sind es heute wieder rund 20 ha.

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26 - Weinbergtor

Nr. 26 WeinbergtorDurch das kleinste der drei Stadttore haben die Weingärtner eine direkte Verbindung zu den Wengerten. Über einen Fußweg gelangt man auch nach Beuren und Owen.

vor 1840

Das Tor wird schon früh abgebrochen.

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ST – Stadthalle 

St StadthalleDie Weinberge reichen noch 1900 bis fast an die heutige Straße herunter.

1967

Im Hang unter der Stadthalle befindet sich der ehemalige Bierkeller („Faßkeller").

bis 1960

wurde vor dem evangelischen Gemeindehaus der Viehmarkt abgehalten.

Heute verläuft hier der Fußweg zum aussichtsreichen Hohenneuffen, vorbei am Gedächtnisbrunnen, am Höhenfreibad und am Spiel- und Grillplatz „Schelmenwasen".

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