Stadt- und Kulturring Neuffen e.V.

VEREIN ZUR FÖRDERUNG VON HANDEL UND GEWERBE - FREMDENVERKEHR - KULTUR - STADTMUSEUM

Wetter Neuffen

Diverse Bücher

Von seinem Buchbestand sind drei Bände der Oberamtsbeschreibungen ausgestellt, die kurz nach 1900 vom Verlag Kohlhammer in Stuttgart durch das königliche Landesamt herausgegeben wurden: 1904 Band 1 Allgemeiner Teil und Neckarkreis (mit der Beschreibung von Güglingen, Ochsenbach, Blankenhorn, Höpfigheim und Winnenden);

1905 Band 2 Schwarzwaldkreis (mit Neuffen und dem Hohenneuffen);

1907 Band 4 Donaukreis (mit Sulmetingen, Schemmerberg, Gutenberg und Sperberseck).

Das älteste der ausgelegten Bücher ist das Statistisch-Topographische Lexicon von Schwben, herausgegeben 1792 in Ullm. Daneben liegt der 1. Band des Heimatbuches des Kreises Nürtingen vom Hülbener Karl Schwenkel und schließlich

die Geschlechtsbeschreibung der Familie Schilling von Canstatt, Heidelberg 1905, in der für uns vor allem die ausführliche Erwähnung der nachfolgend beschriebenen Schillingspfründe interessant ist, der wohl am höchsten dotierten Altarstiftung in Neuffen.

1351 stiftete Heinrich Schilling von Canstatt († 1352), Erbschenk in Schwaben, verheiratet mit Agnes von Sperberseck († 1350), den Altar in der Martinskirche zu Ehren von Johannes dem Täufer und der Jungfrauen Katharina und Margaretha, wohl wegen des Todes seiner Frau. Dies ist die älteste, urkundlich belegte Neuffener Altarstiftung, also eine Schenkung an die Kirche, bekannt als Schillingspfründe. Die reich dotierte Pfründe zum Unterhalt und zur Ausstattung des Altars sowie zum Unterhalt des Priesters bestand zum einen aus Wiesen (1 Tagwerk im Eichberg, 3 Viertel im Kugelber, 3 Viertel bei der Schleifmühle, 2 Tagwerk und ein Viertel am Schelmentobel in Frickenhausen, 5 Viertel am Spadelsberg, 3 Viertel Baumgarten in Ebnet), zum anderen aus Ackerland (2 Jauchert auf Kairt, 3 Viertel in Dentel, 1 Jauchert im Sauwasen), aber auch aus Geld (unablösliche Hellerzinsen in Höhe von 30 Pfund Heller (Pf h) aus einem Hof in Linsenhofen, zwei Höfen in Böhringen, einem Hof in Kohlberg und einem Hof in Zainingen). Als im Gefolge der Reformation unter Herzog Ulrich diese Pfründe aufgehoben und eingezogen wurde, war es kein Wunder, daß die Schilling als Pratonatsherren lange, wenn letztlich auch vergeblich, gegen diese Ungerechtigkeit ankämpften.

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Ich akzeptiere Cookies von dieser Seite
EU Cookie Directive plugin by www.channeldigital.co.uk