Stadt- und Kulturring Neuffen e.V.

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Schäferverein Hohenneuffen-Teck: Neuffener Tradition

Zu der im Rahmen des Neuffener Sommerferienprogramms vom Schäferverein Hohenneuffen-Teck geplanten Veranstaltung waren alle angemeldeten Teilnehmer pünktlich beim „Schafhaus" im Schützenhausweg erschienen. Der Nachmittag unter der Leitung von Dieter Jäger, dem 1. Vorsitzenden und Organisator, begann nach einer kurzen Begrüßung mit einem Gang durch die Streuobstwiesen und zugleich auch Schafweiden. Dieter Jäger erklärte den Kindern, dass Schafe nicht alles Grüne einer Wiese gerne fressen, sondern selektieren, so dass eine Schafweide nicht aussehen kann wie ein englischer Rasen. Es ging zum Schafstall, in dem eine Herde von ca. 40 Tieren auf den Auslauf wartete und sogleich, ob der vielen Fremden auf der Weide, das Weite suchte. Zurück am Schafhaus, erfuhren die Kinder etwas aus dem Schäferleben, z.B. wie man das Alter der Tiere an den Zähnen und ihren Gesundheitszustand in den Augen ablesen kann, wie die Klauen geschnitten werden oder warum Schafe keine Schneidezähne haben. Wie der Schäfer vor 100 Jahren in einem Schäferkarren sommers wie winters übernachtete, konnte man sich anhand des etwa gleich alten Schäferkarrens beim Schafhaus ausmalen.
3 handzahme halbwüchsige Lämmer, Rambo, Big und Billy, bewegten sich neugierig und recht zutraulich zwischen den entzückten Kindern, und ein mehr als gutmütiger Schäferhund namens Lotte wurde fast zu Tode gestreichelt. Mit welchen behördlichen Auflagen man selbst bei einer so kleinen Veranstaltung zu kämpfen hat, zeigt, dass zuvor das Esslinger Veterinäramt seine Zustimmung zu den reichlichen Kontakten zwischen Mensch und Tier hatte geben müssen!
Danach rief die Spinnexpertin des Schäfervereins, Beate Herold, zur Spinnstunde. Sie verstand es, die Kinder mehr als 90 Minuten mit Spinnrad, Spindel und den verschiedenen Wollarten so zu faszinieren, dass Werner Fuchs mehrmals vergeblich zur abschließenden Grillrunde rufen musste. Werner Fuchs, Schäfer, Exkoch und Konditor, zeigte, wie man richtig am Holzfeuer grillt. Somit kamen die Kinder nach und nach in den Genuss einer Roten, die nicht zu bleich, aber auch nicht zu schwarz war. Die gepflegten Kuschelschafe hatten sich währenddessen zwischen die Anwesenden gelegt und wurden zum Abschied fast erdrückt. Das erduldeten sie freilich mit stoischer Ruhe oder, um es mit einem naheliegenden tierischen Vergleich auszudrücken, mit einer wahren Eselsgeduld!
Es war fast 18 Uhr geworden, als die letzten Kinder mit ihren Eltern den Heimweg von einer Veranstaltung der besonderen Art antraten.
Dieter Jäger

 

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An dieser Stelle bedankt sich der Stadt- und Kulturring bei allen, die zum Gelingen dieser wirklich außergewöhnlichen Veranstaltung beigetragen haben, ganz herzlich, besonders natürlich beim Chef Dieter Jäger.

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